Elsterforum Leipzig
Im Rahmen einer Kaufentscheidung wurde HJW +…

Auf dem Gelände der ehemaligen Raubtieranlage entstand eine vielschichtig gestaltete Landschaft für Schneeleoparden, Rote Pandas und Geier. Die nicht mehr standsichere Bestandskonstruktion wurde vollständig zurück gebaut und der Baugrund durch Rüttelstopfsäulen nachhaltig ertüchtigt.
Darauf aufbauend wurden bis zu 10 m hohe Stahlbetonwände zur Ausbildung der rückwärtigen Gehege Bereiche sowie tragende Strukturen für Besucherhöhle und Besucherhütte errichtet. Die gesamte Anlage erhielt eine aufwendig modellierte Kunstfelskonstruktion, die in Materialität und Formensprache eine asiatische Hochgebirgslandschaft nachempfindet und zugleich funktionale Anforderungen integriert.
Die Freianlagen wurden mit weitspannenden Netzkonstruktionen überspannt, für die aufgrund ihrer besonderen Bauart eine Zulassung im Einzelfall erforderlich war. Eine besondere Herausforderung stellte zudem die Neu- und Nachberechnung der Stahlkonstruktion der Volierenkuppel des Vogelflugfelsens dar. Die historische Ursprungskonstruktion erwies sich statisch als nicht ausreichend tragfähig und konnte nicht erhalten werden. Ziel war es daher, die Kuppel in Anlehnung an das historische Erscheinungsbild konstruktiv neu zu entwickeln.
Aufgrund der komplexen, unregelmäßigen Geometrie erfolgte eine vollständige Vormontage beim Stahlbauunternehmen. Nach Verzinkung und Beschichtung wurde die Konstruktion erneut ebenerdig vormontiert und schließlich mithilfe eines 225-t-Krans als Ganzes an ihren endgültigen Standort eingehoben.
| Projekt Kategorie | Zoobauten |
| Bauherr | Zoo Leipzig GmbH |
| Planung | Rasbach Architekten |
| Leistung HJW | Gebäudeplanung LP 7+8, Tragwerksplanung LP 1-6+8 |
| Realisierung | 2015 – 2017 |