Kulturhistorisches Museum Magdeburg

Das 1906 errichtete Kulturhistorische Museum Magdeburg wurde im Vorfeld der Ottonen-Ausstellung anlässlich der 1000-Jahr-Feier Kaiser Ottos I. umfassend umgebaut und saniert. Ziel der Maßnahmen war die denkmalgerechte Instandsetzung des Gebäudes sowie die Anpassung an die Anforderungen eines modernen Museumsbetriebs.

Im Mittelpunkt standen die Wiederherstellung des Magdeburger Saales, die Instandsetzung von Fassade und Dach sowie die bauliche Anpassung des Gebäudes an aktuelle klima- und brandschutztechnische Anforderungen. Einen besonderen denkmalpflegerischen Schwerpunkt bildeten die Restaurierung des Monumentalgemäldes von Arthur Kamp und die Wiederherstellung historischer Ausstellungsräume.

Besondere Anforderungen ergaben sich beim Rückbau einer später im Magdeburger Saal eingebauten Stahlbetondecke. Die Arbeiten mussten so geplant und ausgeführt werden, dass das großflächige Wandgemälde während der Bauphase nicht beeinträchtigt wurde.

Im Dachgeschoss wurden zur Aufnahme einer neuen Brandschutzdecke zusätzliche Stahlfachwerke installiert. Die Konstruktionen mussten sowohl den brandschutztechnischen Anforderungen als auch dem Erhalt der vorhandenen Lichtdecken Rechnung tragen. Gleichzeitig war dort die Unterbringung der Technikzentrale für die Klimatechnik zu berücksichtigen.

Eine weitere konstruktive Aufgabe bestand in der Verstärkung der Kellerdecke für den Transport und die Aufstellung des Reiterstandbildes von Otto I. Damit konnten die notwendigen Lasten für Einbringung und dauerhafte Aufstellung der Skulptur sicher aufgenommen werden.

Projekt Kategorie Historische Bauwerke
Bauherr  Stadt Magdeburg Hochbauamt
Planung     
Leistung HJW Tragwerksplanung LP 1-6, Bauphysik
Realisierung 1997 – 2001