Bismarckturm Glauchau

Der Bismarckturm am südöstlichen Stadtrand von Glauchau wurde zwischen 1908 und 1910 nach den Plänen des Glauchauer Baumeisters Reinhold Ulrich errichtet. Mit einer Höhe von 46 Metern gilt er als der höchste heute erhaltene Bismarckturm. Seine Nutzung als Gedenk-, Wasser- und Aussichtsturm verleiht dem Bauwerk eine besondere Stellung unter den weltweit errichteten Bismarck-Gedenkstätten.

Nachdem sich im Februar 2014 Teile der Sandsteinverkleidung gelöst hatten, musste der Turm aus Sicherheitsgründen für Besucher gesperrt werden. Die anschließenden Untersuchungen zeigten Schäden an der Außenhülle sowie in verschiedenen Bereichen der Trag- und Baukonstruktion. Auf Grundlage einer umfassenden Bestandsaufnahme wurde ein Sanierungskonzept erarbeitet, das die abschnittsweise Instandsetzung und langfristige Erhaltung des Bauwerks vorsieht.

Seit 2018 erfolgt die Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen in mehreren Bauabschnitten. Der zweite Bauabschnitt umfasst unter anderem die Instandsetzung des ehemaligen Wasserbehälters, der künftig als Ausstellungsebene genutzt werden soll. Neben der Sicherung der historischen Bausubstanz dient die Sanierung der nachhaltigen Erschließung des Bauwerks für Besucher.