Elsterforum Leipzig
Im Rahmen einer Kaufentscheidung wurde HJW +…

Das um 1900 errichtete Gebäude des Berliner Dienstsitzes des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Heimat wurde im Zuge eines Erweiterungsbaus baulich ergänzt.
Im Rahmen der Herstellung der Baugrube für den Erweiterungsbau (Bauteil „E“) traten am unmittelbar angrenzenden Bestandsgebäude Wilhelmstraße 54 im Bereich des nördlichen Giebels (Bauteil „H“) Rissbildungen auf.
Aufgabenstellung war die Ermittlung der Ursachen der im Januar 2007 festgestellten Schäden. Nach erfolgter Bestandsaufnahme konnte festgestellt werden, dass durch den Rückbau ehemaliger, im Zweiten Weltkrieg errichteter Schutzkonstruktionen die seitliche Stützwirkung des Kellermauerwerks deutlich reduziert wurde. Dadurch war die aus dem Gewölbeschub der Kellerdecke resultierende Horizontalkraft nicht mehr ausreichend aufgenommen, sodass die Rissbildungen plausibel erklärbar waren.
Am 02.02.2007 stellte sich die Giebelwand offenbar in einem labilen Gleichgewichtszustand dar, sodass umgehend Maßnahmen zur Erhöhung der Standsicherheit erforderlich wurden, um einen Teilversagen des Bauwerks zu verhindern. Die kurzfristig umgesetzten Sofortmaßnahmen – bestehend aus seitlicher Absteifung und zusätzlicher Auflast – führten zunächst zur Stabilisierung der Situation.
Im Anschluss konnte die dauerhafte Sicherung der Giebelwand durch Verfüllung von Mauerwerkshohlräumen, Vernadelung sowie den Einbau von Horizontalankern hergestellt werden. Damit wurde eine nachhaltige Stabilisierung erreicht und die Bauarbeiten konnten ohne weitere Einschränkungen fortgeführt werden.
| Projekt Kategorie | Gewerbeimmobilien |
| Bauherr | Bundesministerium für Bauwesen und Raumordnung |
| Planung | |
| Leistung HJW | Gutachterliche Leistungen |
| Realisierung | 2007 |